Am Dienstag hatten wir International Trade, der Stoff ist nicht unbedingt neu, aber auch nicht mehr so frisch im Kopp. Statistik bringt auch nichts neues mit sich, außer dass das nun mal alles in SPSS am Computer angewandt werden soll. Da weiß man nun doch mal langsam Paderborner Profs zu schätzen.
Alle anderen Studenten haben die Bücher ausgehändigt bekommen, nur wir Austauschstudenten sollen uns deswegen noch beim Programmkoordinator melden.
Nach den Vorlesungen düsten Bertram und ich mit dem Taxi zum Arbeiterstadion, bei dem Verkehr dauerte es heute 40min und wir kamen genau 2min zu spät an. Aber als wir an der Ticketbude standen und durch die Scheibe glotzten wurden wir von innen zum Hintereingang gelotst. Leider waren die Computer schon heruntergefahren und wir konnten keine WM Tickets sofort kaufen, doch drückten wir der Frau das Geld bar in die Hand und hofften sie würde uns die morgen zuschicken. Keinerlei Beleg oder Pfand bekommen – pures Vertrauen.
Bei dem Verkehr probierten wir das erste Mal das Metronetz aus. Haut mich nicht vom Hocker, aber wenn man nur in der Innenstadt herumfahren will reicht es.
Nun denn, zwei Tage später wurde ich vom Handy geweckt mit einem netten Chinesen am anderen Ende, der auch trotz meines Unverständnisses nicht auflegen wollte. Nach 3 Minuten brach ich dieses fracaso ab und ging duschen. Zurück hatte ich 2 Anrufe in Abwesenheit. Prompt klingelte es wieder. Doch diesmal war die Gesprächspartnerin des Englischen halbwegs mächtig und konnte mir verklickern, dass der Kurier die Tickets nicht einwerfen kann und nun am Osttor steht und auf mich wartet. Ob ich da mal kurz hin könnte… Öhhh.. mit dem Fahrrad evtl in 20 Minuten? Oh da will sie noch mal fragen, ob der Kurier so lange warten kann… Während meiner Fahrradtour zum Osttor wurde ich noch zweimal angerufen, einmal davon vom Kurier, dem ich dann auch klar machen konnte dass ich in 5 Minuten da sein werde – nu wusste ich ja worum es ging. Tatsächlich problemlos fand ich ihn und bekam sofort die Tickets. Ein kurzfristiges Chaos entstand als mich das Mädel noch mal anrief und mich fragte ob ich nicht in einer Stunde noch mal zum Osttor kommen könnte. Der Kurier ist leider schon weg. Es dauerte tatsächlich 5 Minuten das Missverständnis aufzuklären, dass ich die Tickets doch bereits in meinen Händen halte. Und aus solchen Gründen kommt man dann zu spät zum Unterricht. Was bei einer „Schulklasse“ von 20 Leuten leider schon auffällt.
Tagsdrauf sind wir mit der Schulklasse zusammen Abendessen gegangen. Der halbstündige Fußweg war schon lustig und mich freute es sehr, dass wir 6 Deutsche komplett durchmischt wurden. Jeder hatte nen anderen Chinesen zum quatschen. Ein feuchtfröhlicher Abend, der mit Pekingente begann und mit Reisschnapps aufhörte. Ekelhaftes Zeug – macht im Winter aber wohl warm.
1 Kommentar:
Ni hao, Ruifu
Dein neuse outfit gefällt mir sehr
uLi
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