Sonntag, 7. Oktober 2007

Das Spiel

Ich muss hier mal etwas auf die Tube drücken, wenn der Blog nicht einschlafen soll, wa?

Also im Schnelldurchlauf:

Das Fussballspiel (Frauen Semifinale Deutschland-Norwegen) war dann natürlich der Burner schlechthin. Die Bahntickets der Hinfahrt organisierten wir uns mit Hilfe von Kommolitonen, jedoch hatten wir keine Ahnung wann wir zurückfahren können… also liessen wir unsere Rückfahrt offen.

Mit nem Schnellzug sind wir die 130km in einer Stunde gefahren, in der luxuriösen 1ten Klasse, für 5€ pro Nase. Vor Ort hatten wir 5 Stunden, um durch die Stadt zu tingeln. Die Katastrophe begann als wir tatsächlich vor dem Deutschlandspiel weder ne Fahne noch Trikots kaufen konnten!!! Merchandising ist da noch nicht ganz durchorganisiert. Das Stadion ist auch ein Olympia Stadion, ultra neu, und verdammt stylisch, aber habe ich keine Ahnung warum man 2 Stadien braucht…Ich lass mich überraschen. Apropos Olympia: 2 Wochen vor dem Marathonstart hier in Peking bekam ich eine Email, dass die Strecke verändert wurde, also gibt es keinen Start vom Tian an men aus. L Dafür vom „Nest“ dem Pekinger Olympiastadion, dass aber noch im Bau ist. Nach wie vor ist das Ende vom Halbmarathon knapp vor meiner Haustür.




Zurück zum Spiel, wir saßen tatsächlich in der allerersten Reihe und trugen auch ohne patriotische Farben alles mögliche für eine elektrisierende Stimmung bei. Der 3:0 Sieg, das Feiern nach dem Schlusspfiff und das Widersehen mit Daniel (den ich im Bochumer Sprachkurs kennen gelernt hatte, der aber die ersten 80 Minuten des Spiels verpasst hat) waren die Mühen der Heimreise wert. Wir brauchten zunächst eine halbe Stunde um dann ein überteuertes schwarzes Taxi zu finden. Am Bahnhof fanden wir heraus, dass die nächste Bahn erst um 4:00 morgens fuhr. Gierige Scharlatane von Taxifahrern umwimmelten uns, wollten uns für 8€ nach Peking fahren, wenn sich noch 2 weitere Insassen finden. Da der übliche Preis aber 5€ sind liessen wir uns erst nach einer Stunde drauf ein. Wir hätten wohl eher die Bahn genommen, doch es regnete und wir konnten nix machen, es gab noch nicht mal Sitzplätze am (vorübergehenden) Bahnhof (der richtige Bahnhof war gesperrt, da er umgebaut wird). Nun setzten wir uns ein privates Auto und warteten herumblödelnder Weise 1,5 Std auf 2 weitere Gäste. Als dann gegen 1:15 Uhr noch ein dicker Junge zustieg, wurden wir schon zu dritt gefahren. Aufgrund des Regens und der mangelnden Abwasserkanalisation fuhr unser Schumacher 40 Sachen auf der Autobahn. Nach 2 Besuchen in Werkstätten bin ich eingeschlafen. Gegen 5 Uhr wachte ich auf als er (ohne Regen) mit 100 durch Peking nagelte. Nu denn, er fuhr uns durch die ganze Stadt, zur Uni – dafür mussten wir natürlich auch extra blechen, aber gut.

Alles in allem: Ich würds noch mal machen!


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