Donnerstag, 28. Februar 2008

抵达 - angekommen in Diemarden


Nun bin ich schon seit 3 Nächten im trauten Heim - und irgendwie ist es unfassbar hier wieder herumzulaufen und Tee zu trinken, als wär ich nie weggewesen.

Auf der anderen Seite spüre ich doch sehr deutlich, dass ich weg war. 7 Zeitzonen davon
5 Zeitsprünge, 14 Etappen mit 18 verschiedenen "Schlafstätten" in 35 Tagen, davon 257 Stunden in Bussen, Zügen, Sammeltaxen und Fähren. Die Fahrtkosten lagen bis Istanbul bei 270€ und von dort nach Hause bei 170€ (Unproportional?). 4 Visa (zusätzlich zum chinesischen) mit 12 Besuchen bei den entsprechenden Botschaften für 150€. Elf Länder und 2mal auf internationalen Gewässern, 7 Grenzübergänge, mit 14 Passkontrollen, davon 6 inttensiven mit 3mal Rucksack entleeren, 1 mal Laptop durchfilzen lassen (China) und einmal meine Digicam (Turkmenistan).

Klar ist es eine Tour bei der man gerne jemanden dabei gehabt hätte, insbesondere was das Aufpassen auf Sachen angeht oder auch das Erleben von unglaublich schönen, atemberaubenden oder einfach lustigen Momenten (über die Einheimische nicht lachen können). Auf der anderen Seite hatten Einheimische DEUTLICH weniger Scheu mich allein an- und vollzuquatschen. Schwer zu sagen was daraus die goldene Mitte sein soll. Nun werde ich die nächsten Monate deutlich ruhiger angehen lassen, auch wenn ich von dem Trip unzählige neue Reiseinspirationen mitgebrachte habe, von Orten, die ich verpasst habe oder die einfach zu kalt waren (Trekking in China und Kirgistan zwischen 7000er Bergen) oder Regionen für die ich keine Zeit (oder kein Visa) hatte (Novosibirsk, Tajikistan, Iran, Pakistan). Die nächste Tour kommt bestimmt, mal sehen wer dann dabei ist.

Zur Vollständigkeit der Rest vom Bilderband:

Istanbul bei Sonnenuntergang:
einfach mal kurz nach Asien fahren:
Bosporus
typisch Griechische Landschaft: - Einen Stopp hatten wir sogar an nem Skigebiet!
Wenige Stunden später in Igoumentaris konnte ich sogar auf ner Parkbank im T-Shirt pennen:
Mal ganz im Ernst: Tirol und Östereich gehörten zu den allerschönsten Landschaften zwischen Peking und Diemarden. Auch wenn mir wegen wackeligen Bus und Sonnenuntergang es nicht gelungen ist etwas davon einzufangen.
Bahnhof Göttingen:


Nach den Millionen Metropolen und Culture Clushs nun wieder in der dörflichen "Idylle": angekommen in Diemarden

Montag, 25. Februar 2008

Februar, Februar


war nur spass,
innerhalb von 52 Stunden bin mit meinem muckeligen Istanbulexpress über Griechenland - ner Luxusfähre nach Ancona (16 Stunden fahren/7 Stunden drauf warten...) - und schnurstracks über Verona, Innsbruck nach München. Dort hatte ich exakt 20Minuten um ne Bahncard zu beantragen und nen ICE nach Frankfurt zu hüpfen. 15 Minuten davon stand ich in der Schlange...

Überglücklich wurde ich hier mit Spaghetti und Rammstein empfangen :-)))

Samstag, 23. Februar 2008

Puhhh

Nervig-
die kacken sich an der Grenze zu Serbien an wegen meinem deutschen Pass und von meinen "Mitstreitern" wegen den Tuerkischen Paessen. Beide Laender haben ja Kosovo bereits anerkannt.
Man kanns ja auch uebertreiben. Nun haengen wir erstmal in nem dreckigen Nest fest. Evtl gehts heute abend doch weiter... immerhin gibts hier nen Internetcafe, aber ne Verbindung von vor Christi zeiten so dass es keine Fotos gibt...
meld mich spaeter nochmal wenns nicht weiter geht.

Freitag, 22. Februar 2008

und heute fährt die 18 nach München...

Wenn man keine anderen Fratzen auf seinen Fotos haben will muss man schon um 3 Uhr Nachts herkommen...

mit Stoppover in Belgrad. Da muss ich zwar nerviger Weise umsteigen - es war aber seltsamer Weise die günstigste Route. Naja. In Belgrad war ich auch noch nie...

Mittwoch, 20. Februar 2008

heute faehrt die 18 bis nach Istanbul...

Stuermisch als ich ankam - doch dadurch wurden die Schneewolken vertrieben/
Wieso laufe ich eigentlich seit einem Monat in Staedten herum die gerade mehr oder weniger wegschwimmen vor Schneeschmelze?
Haghia Spophia


ich hatte ja leider den Moment verpennt als ich da dr]ber gejuckelt bin- muss ich dann nochmal nachholen


Blaue Moschee mit dem Wetter dass ich fuer meine Reise gepachtet habe



Atemberaubende Innenansicht der Haghia Sophia gefolgt von dem "Istanbul sucht den Super Muezin" Kontest:

Dienstag, 19. Februar 2008

Augen zu und durch

Fruehlıng ın Baku - auch wenn nachts dıe Pfützen noch zufroren.
Und von dıesem Poller aus (28m hoch - 5m dıcke Waende - blasse Tourıattraktıon)...
hat man tagsüber dıesen Ausblıck über dıe Altstadt:


Offızıelle Müllentsorgung auf Azerbaıjans grössten Bahnhofsplatz:


Nach 9 Stunden ın der bısher schaebıgsten Schlafbahn auf meıner Reıse fılzten mıch dıe Azerıs ordentlıch durch- veragssen aber meınen Stempel. Nun darf ıch wohl nıe wıeder kommen.
Mal gerade eın paar Meter weıter auf der georgıschen Seıte sah es dann so aus:
und das war ırgendwıe stellvertretend für meınen Eındruck von Georgıen. Klar sıeht man von der Bahn aus nıcht dıe schoensten Ecken, aber ın den anderen Laendern war es beı weıtem nıcht so schaebıg und abgewrackt.
In Tıflıs hatte ıch nıcht den Bedarf laenger zu bleıben als noetıg. Dıes belıef sıch dann auf exakt 1 Stunde: Mıt Johns Kleıngeld, das ıch gegen Turkmenısche Manat getauscht hatte sprang ıch ın Tıflıs nur schnell ın den Sammeltaxı, ab zum Busbahnhof und von dort aus sofort Rıchtung Istanbul. Das ıst natuerlıch auch nen Brot wenn man 15 Stunden ım Zug gesessen hat sofort wıeder 30 Stunden ım Bus zu hocken...
Es sassen hauptsaechlıch nette Georgıer mıt ım Bus, ne Mutte konnte sogar recht gut Englısch und spendıerte mır Muenzen fuer dıe Toılette...
Der Grenzübergang war der schnellste und unproblematıschste jemals, auch wenn allen anderen Passagıeren das vıel zu langsam und unnütz erschıen.
Aber dann hatte ıch auchmal etwas hunger und traeumte an eınem Rastplatz von ner warmen Mahlzeıt. Andere zahlten auch mıt Dollar! nur ıch Depp wohlte nen 50er kleın machen - und bekam fuer meın schaebıg kleınes, halbkaltes Menü mal gerade 40 zurück und ne kleıne Münze auf der 50 stand. Kacke- wenn man so schnell unterwegs ıst hat man ja nıcht mehr alle wechselkurse ım Kopf- ıch war mıt nıcht sıcher ob es 50 cent oder 5 euro waren, muckıerte aber eın wenıg. Wıe eın schaebıger Basaarhaendler holt er nen Tıschenrechner raus tıppt wıld drauf rum und haelt mır fuer 0,05 Sekunden eıne "110"!?! unter dıe Nase und tot so als würde er nun den naechsten Kunden bedıenen müssen, doch da war gar keın "Naechster". Unsıcher schlıch ıch mıch zum Tısch und löffelte grübelnd das Zeug ın mıch reın.
Als ıch ım Bus erfuhr, dass das Münzchen nur eınen halben Dollar wert seı füllte sıch der Rest des noch halbleeren Magens mıt Wut auf. So unverschaemt bın ıch auf meıner ganzen Tour noch nıcht verarscht worden. Man kann mıch verarschen ohne es mıch merken zu lassen. Dagegen habe ıch nıx. Man kann es versuchen, aber wenn man dabeı ertappt wırd soll man zu normalen Preısen zurückkehren. Aber durch dıeses unverschaemte Kassıererexemplar wıll ıch meınen Türkeıstopover so kurz wıe möglıch halten.

Ich dacht ıch haette den Wınter hınter: Irgendwo ın der Naehe von Ankara
und da steıg ıch ahnungslos aus der Strassenbahn aus und sehe sowas:
und schon wıeder eıne Stadt voll Schneematsch!
aber meın Hostel ıst nun 150m von der Blauen Moschee entfernt-
ıch bleıb mındestens 2 Tage und ın ner Stunde treff ıch mıch mıt nem Kumpel vom Paderborner Börsenkreıs.

Sonntag, 17. Februar 2008

Assala Maleikum BAKU

... und tschuess! In 3 stunden breche ich hier schon wieder auf. Aber die hiesigen zwei Tage haben gereicht fuer zwei Duschen, eine Party und einmal Waesche waschen! Das einzige was jetzt nochstinkt sind die Klamotten die ich anhabe. Fuer die nun anstehende Mamut-Tour brauche ich nun wirklich nix sauberes opfern.

Ich habe die Zeit hier chillig mit nem Ami verbacht, der zwar schon seit ner Woche hier arbeitet, aber auch noch nicht viel gesehen hatte. Abends schleppte er mich auf ne Peacecorps-party, auf der etwa 25 Amis das nachholten, was sie waehrend den 4 partylosen Wochen in ihren Azerbaijanischen Doerfern verpassten. War aber interessant.

Der Blick von Oben. Auch wenn man mich diesmal nicht auf den Fernsehturm gelassen hat gibts ne gute Aussicht von nem Huegel.

Baku ist unglaublich westlich. Nicht nur die Fussgaengerzone mit allen bekannten Marken, sondern auch die Architektur und Kleidung der Menschen errinert sehr an Suedeuropa.
Ich war immer wieder baff wieviel Flair die verschachtelte Altstadt mit all ihren kleinen Gassen hat- wobei mir nun leider auffaellt, dass dieses Bild leider kein so dolles Beispiel ist...

und hier habe ich es nun auch mal geschafft das Samarkand Video hochzuladen.
sind 3 Teile: Blick aus dem Dach des Minaretts, Schneetreiben an nem Mausoleum und dann noch das andere Gesicht Samarkands

Samstag, 16. Februar 2008

Speedtravelling

Dort oben steht der "Herr der Turkmenen", der vor 2 Jahren von seinem Volk geschieden ist. Sein Nachfolger (und evtl. Sohn) haelt alles beim alten. Pressefreiheit liegt nach irgendnem Index kurz vor Nordkorea auf dem vorletzten Platz weltweit. Und dementsprechend sahen in den "Buecherlaeden" dann auch meine Chancen aus reisefuehrer vom Kaukasus zu bekommen. Das einzig englische was es gab waren Woerterbuecher.
Von der Goldelse aus sah das Disneyland dann so aus:
Bedarf es Erklaerung?

Mein Frachter: MS Prfrtzymnov oder so aehnlich

So, nach 2 Tagen Speedtravel bin ich nun auf nem Frachter auf dem Kaspischen Meer.Und da ich es anscheinend geschafft habe dies ins Netz zu stellen hat sich auch keine Ladeluke den Spass erlaubt auf planer Fläche Tag der offenen Tür zu spielen.

Nun ein kleiner Rückblick. Die Taxifahrt zur Grenze war natürlcih problemlos, auch wenn mir ein wenig mullmig war, als der Fahrer mich ablieferte und mich dort in der Pampa allein ließ. Aber die usbekischen Zöllner waren korrekt im positiven Sinne, jedoch unglaublich bürokratisch und ließen mich schon bald ins Niemandsland ziehen. Etwa eine viertel Stunde muss jeder Fussgaenger sein ganzes Gerümpel selbst tragen.Auf der anderen Seite war es deutlich hektischer und neugieriger. Aber es gab sogar 2 Menschen die englisch konnten. Der eine davon verlangte dann auch gleich dass ich , mangels Roentgengenrerät, all mein Hab und Gut auf einer Fensterbank präsentiere. Selbst die Digicam wurde nach gefährlichen Fotos untersucht. Evtl war es auch nur persönliche Neugier. Jedenfalls, da selbst in Buchara keine Turkmenische Manat tauschen konnte, fragte ich dann ausgerechnet diesen "Schnösel" wie denn nun der Kurs des Manats zum Dollar stehen würde. "Oh, ja, einen Moment, ich komm gleich mit..."- Ach du scheiße - wieder einer der den Touri übers Ohr hauen will. Er kam nicht nur einfach mit um die Ecke sondern fuhr mit mir und seinem Kollegen in die Stadt, Turkmenabat. Das Taxi zum Bahnhof durfte selbstredend ich bezahlen, und auch unser Essen am Bahnhof ging zum größten Teil auf meine Kappe. Die Autobrücke ist bei dem Eis kaputt gegangen und nun mussten sich alle Menschen von Farab (Grenzörtchen) nach Turkmenabat (immerhin 2tgrößte Stadt im Land) mit ner verkommenen Bahn abquälen. Jedoch vor Ort brachte mich der Bursche erst zur Bank. Und dort gab es eine postive Überaschung für mich, was noch nicht im Reiseführer stand. Der staatlich festgesetzte Kurs an den Dollar ist zwar noch immer nicht flexibel, wurde aber an einen realistischen Wert angeglichen. (von 1:6 250 zu 1:20 000). Baff war ich als er mir mit Bestechung eines Soldaten noch ein Zugticket nach Asghabat organisierte, als es für normale Menschen schon ausverkauft war. Ticketpreis für 12 Stunden Bahnfahrt: 3Euro; Bestechung 2 Euro; Einmal im Leben einen Turkmenischen Soldaten von einem Zöllner bestechen lassen - unbezahlbar.Fahrt war astrein, aber auch ein wenig anstrengend. Irgendwie war unser 4er Schlafabteil mit einer Person überbucht und es ließ sich nicht aufklären. Im Endeffekt hat ein frischvermähltes Päarchen in einem Bett gepennt. Das für mich anstrende daran war das die alle mir dringend was auf russisch erzählen mussten und sachen fragten. "Wer ist der Präsident von Deutschland" - "Merkel" - "Aber Merkel ist doch ne Frau" - "ja, weiß ich doch auch" - "Hä? Aber wer ist denn dann euer Präsident?"oder ob bei uns auch noch Eselswagen herumfahrenDann gingen sie die Automarken durch, welche davon deutsch sind.und ob Opel oder BMW besser wäre.und was die denn alle kosten.und wie man denn ein Auto in Deutschland kauft und nach Turkmenistan bekommtund was heiraten in Deutschland kostet.später kam auch noch ob Reagen noch unser Präsident wäre...ach und das geilste vom Zöllner im ernsthaften Ton: Wieso Problem bei Visa und Einreise? Turkmenistan ist doch ein freies Land...
Wir kamen um 6 uhr morgends an und ich weiß nicht wieso, ich ziehe hilfsbedürftige Menschen mit einem großen Mitteilungsdrang irgendwie an. so hatte ich schon eine halbe Stunde später eine Klette an mir kleben. Ich schlürte ihn den halben Tag mit und er ließ sich ungefragt durchfüttern, Eintrittspreise bezahlen. Nachmittags hatte ich die Schnauze voll und machte ihm klar dass ich meine Ruhe brauche.Telefonieren nach Deutschland hat das erste mal seit Peking wirklich gut geklappt. Teueres Internetcafe aber excellente Verbindung.
Abends, nachdem ich mir diese Mischung aus Pjöngjang und Disneyland angesehen hatte stieg ich wieder in den Zug. Und natürlich wieder interessierte und mitteilungsbedürftige Turkmenen an Bord. Viel am erzählen, aber einer konnte immerhin ein paar Brocken englisch.
Ankunft am Fährterminal:Man muss warten bis die Fähre mit Güterwaggons beladen ist und dann können Fussgänger (evtl) Tickets kaufen. So weit so gut. Nur dass man mich die ganze Zeit veräppeln wollte und mir sagte die Tickets seien schon weg und ich müsste die nächste nehmen, da wisse auch niemand wann die käme.Irgendwann sprach wohl mal jemand ein Machtwort, und ich bekam plötzlich (als alle anderen schon durch den Zoll durch auf dem Schiff waren) mein Ticket. Ich war Nummer 13, es gibt auf jedem Schiff Platz für mindestens 16. So habe ich nun eine 3er Kabine für mich allene, Dusche und Klo vorhanden, aber nicht einsatzbereit...
Aber immerhin! Wer hätte denn gedacht dass ich soweit komme???
Sorry, es gibt keine Bilder von der Hafeneinfahrt, da wir 5 Uhr morgends eingetroffen sind. Den Sonnenaufgang verbrachte ich im Zollamt. Nun bin ich im einzigen Hostel im Kaukasus untergekommen. Dort lag dann auch der im eigenen Land verbotene "Lonely Planet" herum, der mir meine Route bis Istanbul beschreibt. Eine Nacht bleibe ich hier in einem echten Bett, mit echter Dusche und mit nem Amerikaner als Unterhaltung. Der Typ ist in Istanbul gestartet, bleibt zwar erstmal 3 Monate hier, aber dann zieht er meine Route weiter nach Peking. Wir haben viel zu erzaehlen und schon Kleingeld der jeweils kommenden Laender ausgetauscht!

Donnerstag, 14. Februar 2008

Essalamaleykim Turkmenistan

Bin gut ueber die Grenze und heute morgen in Ashgabat angekommen. Hier ist alles wunderschoen. Und heute Abend fahr ich weiter nach Turkmenbashi.
Ein Meilenstein am Kaspischen Meer.

Dienstag, 12. Februar 2008

Best of Beautiful Buchara

Da sitzt man unschuldig beim Abendessen, und da alle Tische besetzt waren gesellt sich ein Opa zu mir: Und da hoerte ich mich sagen: Ey, dich kenn ich doch! Ich hatte ihn in Samarkand in einem Observatorium fuer eine Sekunde gesehen und wir sind am gleichen Tag nach Buchara gekommen. Sehr nett, Israeli, und die ganze Zeit am "No Problem" - "Hakuna Matata" quatschen. So findet man doch auch im Winter Gesellschaft hier. Der Clue dabei: wir sind beide die Gaeste Nummer 1 und 2 im gleichen, frisch eroeffneten Hotel. Er hatte sich fuer den heutigen Tag eine Fueherin (HAHA) engagiert und mich zu dem Trip eingeladen.
Das erste von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannte Gebaeude in Zentralasien. Mittlerweile ist die gesamte Altstadt von Buchara als solches deklariert worden.

wegweisend:
Mal wieder ein Tuermchen! D.h. Ruifu muss da rauf! und dabei musste ich dann wieder ganz schoen schlechtes Pack ertragen. Erst erzaehlt er mir der ueberteuerte Preis waer fix und ich bekaeme dann auch das offizielle Eintrittsticket wenn ich wieder herunter kommme. Aber als ich ihn dann nach suchen endlich fand fiel ihm fast die Kinnlade herunter als ich auf das Ticket dann auch bestand. Da musste er die scheine aus der eigenen Tasche wieder rausholen und in die Kasse legen...
Aber der Ausblick hat sich gelohnt. Errinert sich jemand an diese Perspektive?
Fuer morgen habe ich dann ein Taxi zur Grenze engagiert. Leider, da es keine Tourisesain ist muss ich hin und sein Rueckweg allein bezahlen. So koennte man sich im Sommer den Preis durch 8 teilen... Bin sehr gespannt wie es dann an der Grenze laeuft. Ob mich die Usbeken problemlos rauslassen, die Turkmenen reinlassen, ob ich dazwischen tatsaechlich 20Min zu Fuss laufen muss und wo ich zu welchem Kurs Geld wechseln kann. Hier in der Stadt gibts keine Turkmen Manat. Und zu allerletzt: wie weit komme ich morgen? Ziel waere Ashgabat.

Montag, 11. Februar 2008

und schon in Buchara...

Nur mal zur Info: Die dunkelrote Route ist mein Weg nach Tashkent. Von dort aus hatte ich vier grundsaetzliche Moeglichkeiten.Die gruene Route stand fuer einen Abstecher nach Novosibirsk, um dort noch eine Freundin zu besuchen. Angeblich gibts von dort aus einen woechentlichen Zug direkt nach Berlin. Ansonsten gibt es von Tashkent aus auch einen 60stuendigen Zug nach Moskau(violett). Von dort kann man fuer 100euronen heimwaerts. Und das Tuerkise ist meine dreijaehrige Traumroute. Jedoch haette ich nicht gedacht dass ich die beiden dafuer noetigen Visa bekomme. Als sozusagenes Update hatte ich auch mit ein paar 100km durch Afghanistan geliebaeugelt. Doch trotz Bemuehung war die Botschaft in Tashkent nicht auffindbar. Nun bin ich ueberigens an dem Punkt, wo sich violett, gelb und Tuerkis trennen.
Weil es so schoen war, noch ein Suchbild: Welcher ist der Touri?
Wie gestern schon erwaehnt - eine abenteuerliche Minarett-Besteigung mit Belohnung:
Der Blick auf den Registan:

Beim Barte des Proheten: auf 18meter wurde der Sarg Daniels, der Prophet aus dem alten Testament verlaengert, da er angeblich noch nen Zentimeter pro Jahr waechst. Woran die Menschen alles glauben... Denn offensichtlich haetter der Sarg vor 1000 Jahren schon wieder zu klein sein muessen...

Alles drauf. Medressa, Mausoleum, Moschee und nen Friedhof - die ganze Stadt ist voll davon:

Lecker, lecker: Taube auf Zitronenrolle. Deftig-Suess!
So wie es auf anderen Maerkten Fliegen verscheucht werden, haetten man sich hier um die Tauben kuemmern sollen. Haette sollen...
Wie vor 500 Jahren

Und nach einer heutigen problemlosen Bahnfahrt (der Zug war mit netten Teppichen ausgelegt!) habe ich auf der Sammeltaxifahrt in die Stadt jemanden kennengelernt, der zum heute neueroeffneten Hotel seines Bruders wollte. Ansehen kann man es sich ja mal, aber schon von aussen sah ich, dass der "Tempel" zu teuer ist. Schicke Saeulen vor der Tuer, alles neu gebaut und genau am allerzentralsten Platz der Stadt, dem "Lyabi Hauz". Hat nix mit Gaddhafis Jurte zu tun, sondern ist tadjikisch fuer "um den Pool". Eine echte Oase eben. Anstatt mir nen Preis zu sagen fragte man mich an der Rezeption nach meinen Budget. Von 15$ startend einigten wir uns auf 45 fuer 2 Naechte. Dank des jubelwuerdigen Dollarkurses sprengt es wohl nicht ganz meine Kasse. Aber jetzt kommts: Abgesehen davon, dass alles neu und schick ist: Doppelzimmer, Fernseher, ZDF, Deutsche Welle, CCTV9, eigene Toilette, eigene Dusche, Handtuecher (sogar saubere), Klopapier, fliessend Wasser, sogar heisses Wasser, Zimmer ist warm und ich habe Strom!!! Alles gleichzeitig!

Als ich allein im meinem Palast sass bin ich erst mal in mich gegangen, diesen Luxus erschlug mich irgendwie. Dann brachten sie mir noch Tee in einem Service, dass fuer gewoehnlich nur vererbt und nicht benutzt wird. Die Fernsehdebatte ueber Kindergelderhoehung schien so unwirklich hier in der verschneiten Wueste mitten in dieser heiligen Karawanenstadt.

Sonntag, 10. Februar 2008

mal was altes aus China

ich sitze hier gerade in nem unverschaemt fixen Internetcafe. Nicht nur dass man hier surfen kann - ich konnte ja eben sogar Fotos hochladen. Dafuer hatte ich schon 2 Cafes wechslen muesen. aber es wird noch besser: Ich habe hier ein altes Video aus Kashgar hochgeladen.

Das erste 3tel ist der Hauptplatz von Kashgar mit Chinas groesster Moschee (angeblich passen 10.000 reiin) das zweite Drittel zeigt das Labyrinth der Altstadt und das letzte Drittel habe ich vergessen. Evtl interessierts ja noch jemand...

Man of Hoy

Da bin ich nun, wo ich schon seit 3 Jahren sein wollte. Beim Registan in Samarkand. Dieser Platz ist mein Primaeres Ziel dieser Reise gewesen. Dementsprechend hoch oder gar zu hoch war mein Anspruch. Ich hatte es mir noch groesser vorgestellt, obwohl dies auch schon wahnsinnig war. Die Fahrt hatte nur 3 Stunden gedauert und so haben wir das wichtigste der Stadt schon am gleichen Tag abklappern koennen. Mit 2 Fahrern die Faro organiert hatte kamen wir flott durch die doch uebersichtliche Stadt.

Der Rejistan: einst 3 Koranschulen. Heute Touriabfertigungsplatz. Aber im Winter hat man schon seine Ruhe.

Da wo der Pfeil hinzeigt sind wir noch hinaufgespapft. Durch einen halb offiziellen Weg. Die Bestechung von Aufsichtspersonal um Minarette zu besichtigen gehoert genauso dazu wie Plov zu essen.

Und so siehts dann von oben aus. Ihr koennt euch vorstellen, bei mir ging das Bilderballern so richtig los.

Das besondere der Stadt ist ja auch, dass es nicht nur den Rejistan gibt, sondern auch an jeder zweiten Ecke so ein Klotz mit Minarett und Kuppel steht. Mal isses ne beruehmte Moschee, dann ne Medressa und dann, wie hier, ein Mausoleum. Alles schrecklich alt!

heute stand dann noch der Bazaar, das Observatorium von Ulugbek, das Grab von Daniel dem Profeten aus dem alten Testament und die Bibh Kahni Moschee (inkl. Abenteuer-Minarett (kein Licht-keine Stufen/aber Katzenkacka)) auf dem Plan. Fotos werden nachgereicht.

morgen gehts nach Buchara

Freitag, 8. Februar 2008

YIiiiiiiiiiihaaaaaaaa: Weiter geht's!!!

Ich war gerade wieder am Ort des Leidens: Die Turkmen Botschaft. Doch diesmal war ich vorbereitet: bin ne Stunde zu spaet gekommen - sah 10 bereits zu 4 fuenftel erfrorene Gestalten vor der Tuer und stolzierte weiter. In der Naehe war noch ein Art Cafe in der ich eine ruhige, warme halbe Stunde totschlug. (guter Cafe fuer 25 eurocent!) Dann musste ich "nur" noch eine Stunde in der kaelte stehen und dabei habe ich mich diesmal nicht verarschen und nach hinten durchreichen lassen. Doch wurde ich nun zum ersten mal um Bestechungsgeld gebeten: Von einem neuen Wachmann. Nur da ich schon dran war, tat ich auf "Freund" und "zusammen Kaffeetrinken gehen" und "ich versteh doch kein Russisch". Abgesehen vond er unbeantworteten Frage "warum ueberhaupt?" hatte ich seine 3 gewuenschten Dollar ohnehin nicht klein.

Seit ein paar Minuten bin ich der stolze Besitzer zweier neuer Visa und somit bin ich ab morgen wieder on the road! Zunaechst geht es nach Samarkand und dann weiter nach Buchara. Fotos folgen.

Donnerstag, 7. Februar 2008

Freizeitstress

Amur Timur Museum - habe leider zuvor auch noch nichts von dem Knaben gehoert. Ist aber wohl nen doller Hecht gewesen, der Zentralasien seiner Zeit unter sich vereint hat und das heute aelteste Exemplar eines Korans nach Tashkent gebracht hat. Die Schwarte lag aber in nem anderen Museum.
Tja, da mal wieder Fotografieren verboten war, habe ich leider keinen Beweis, dass ich spontan am Mittwoch zum Theater eingeladen wurde. Begeistert, mitten im Leben zu stehen kam ich mit, auch wenn es auf russisch war und ich weniger Verstand als Weichnachten. Aber das Publikum lachte sich scheckig und die Atmosphaere schwappte auch zu mir ueber.

Selbstredend konnte ich mich nicht zurueckhalten. Eine normale Metrostationen. So manch eine ist pompoeser. Ernsthaft!

Wer ist hier der Shoppingkoenig? Chorsu Bazaar

Habe vor einem Monat im Hainanpost ja schon das Wirtschaftsverstaendnis mancher Haendler fuer Monopolgeschaefte gelobt. Hier ein weiteres Beispiel.

Gestern nachmittag waren wir zusammen mampfen. Die Truppe vom hiesigen Goehte Institut:
Lecker, reichhaltig und ich bin nach wie vor baff wie einfach man unterwegs von Herzen echt nette Menschen kennenlernt!

Dann ging es in die Deutsche Botschaft, Kino schauen. Es gab einen deutschen Film von 1994 in dem es auch um die Qualitaet des Reisens ging. Exakt meine Problematik: Schnell Reisen versus schoene Route und viel sehen. Danach hat mich noch ein unglaublich netter Uzbeke nach Hause zu seiner Familie eingeladen, den ich schon per Zufall beim Mittagessen kennengelernt hatte. Ich hatte mal wieder mit Haenden und Fuessen bestellt und er fragte, ob ich Deutscher sei... Er war selbst letztes Jahr ein Jahr in Deutschland fuer Praktika und spricht perfekt deutsch. Ein unglaublich netter Abend. Er ist der Linke von mir, der Rechte ist sein bester Kumpel.



Heute morgen bin ich noch mit Faro zum Khast Imom, dem islamischen Zentrum Tashkents. Zwischen Medressas, Moscheen, dem Islamischen Rat Usbekistans liegt dieses kleine Literaturmuesum, in deren Mitte (genau unter der Kuppel) der bereits erwaehnte aelteste Koran der Welt. Habe mich aus Erfurchtsgruenden wirklich an das Fotoverbot gehalten.

Und diese Perspektiven lassen eine unglaubliche Vorfreude auf Samarkand aufkommen. Dort soll es noch 1000mal orientalischer sein.

Ueberdimensionierter zersplitterter Zahnstocher - 375meter:
die Jungs, mit denen ich am Sonntag rumgetroedelt habe vor dem pompoesen Hotel Usbekistan