Dienstag, 5. Februar 2008

waoh! immerhin schon 2 Videos. Eigentlich sollten noch mehr folgen... aber die beiden haben nun schon 2 Stunden gebraucht. Hoffe es dauert beim ansehen nicht aehnlich lang.

Dies ist kurz vor Irkeshtam aufgenommen worden, also ne halbe Stunde bevor ich China verliess.

Und dies ist 2 Tage spaeter im Chatkal Gebirge auf der Route zwischen Osh und Tashkent, schon auf der Usbekischen Seite.

Von Aerschen und Engeln

Fotos hochzuladen ist ein Graus - von Videos ganz zu schweigen! und als ich in stundenlanger Muehe es geschafft hatte ein paar Eindruecke hochzuladen schmiert das ganze Internetcafe ab. Aber ausser mir schien das allen egal zu sein - die Kinder scheinen offline Counterstrike zu spielen. Aber ich gebe gerade mein bestes die Osh Bilder nachzuladen.

Nun, zum heutigen Titel. Der geschlagene gestrige Tag ging fuer die und durch die Turkmenische Botschaft drauf. Wie mein Reisefuehrer schon den heissen Tip gab 2 Stunden vor Oeffnung der Tore sich in eine Liste einzutragen tat ich dies und landete auf Platz 8! Frohen Mutes kam ich dann etwas nach Oeffnung wieder und musste feststellen dass es keinen Warteraum gab, sondern alle auf der Strasse stehen. bei Null Grad- und irgendwie hatte ich nasse Fuesse bekommen. Manche Leute brauchten weniger warten, man kennt das Spiel ja. Nur da ich Wuerstchen, das keine der lokalen Sprachen beherrscht nicht mitspielen darf. Das waren dann die Aersche, die beiden Sicherheitsmokel, die den Big Boss markieren konnten. Dann gab es einen Engel, ein Russe der fuer die Britische Botschaft arbeitete und mir erklaerte, dass andere Botschaften bevorzugt wurden. Er versuchte alles um mich da auch reinzubekommen und uebersetzte, ob sich das warten ueberhaupt lohnt und dass ich noch kein Formular hatte. Nach 2 Stunden hiess es Mittagspause- von der Liste mit insgesamt 17 Personen wurden sagenhafte 4 abgearbeitet.

Sehr frustriert ging ich auf die Suche der Azerbaidjanischen Botschaft. Sie war an der falschen Stelle der Karte. Ich beschwerte mich aber nicht, da durch das Gelatsche meine Fuesse wieder auftauten.

Um 17:00 sollte ich wieder zur TurkBotschaft zurueck es gab eine weitere Stunde oeffnungszeit und ich wollte nicht zu frueh aufgeben. Doch brastig wurde ich als mir der hoenisch lachende Mokel eine neue Liste vorzeigte, anstatt die vom morgen weiter abzuarbeiten. Nun war ich die Nummer 9. Und es kamen noch immer "Vordraengler". nach der Stunde waren schon 2 von der Liste abgearbeitet, doch ein Maedel machte mir Hoffnung, dass sie manchmal erst schliessen wenn alle bedient wurden. Aber es wurde kalt! Die Sonne ging unter und es wurde bitterkalt! Sie kam auch bevorzugt durch und ich stand noch 2 Stunden allein herum (aber mit Muckeim Ohr) ohne dass irgendjemand von den Anwesenden noch eine gemeinsame Sprache mit mir geteilt haette...

Aber es ging voran und tatsaechlich um viertel nach 8 durfte ich in die Botschaft, um im Hof immer noch in der Kaelte zu stehen. Da bekam ich dann auch nun zwei Formulare zum ausfuellen, doch die Finger waren zu eingefroren um den Stift zu halten. Wenn ich in der 1. Klasse so gekrikelt haette, haett' mir Mama die Hausaufgaben links und rechts um die Ohren gehauen. Doch es kam noch besser. Mittlerweile war ich der vorletzte. (Ist doch interessant wo ich doch in der Mitte der Liste war...) Der Konsulant - oder was er auch war - sprach kein Englisch und konnte noch nichtmal die lateinische Schrift lesen. D.h. er wusste auch gar nicht wie mein gekritzel haette aussehen sollen. Aber er hatte auch noch irgendein anderes Problem. Er redete lustlos auf mich ein und gab mir ein leeres Blatt Papier. Na geil! Was soll das denn? Und da kam dann der Engel. Der Allerletzte des Abends - der wohl auch da er ein guter Mensch war der letzte wurde - ergriff die Initiative, lief mit mir zu dem eigentlich schon weggepackten Schreibtisch und fing an mir deutsche Begriffe an den Kopp zu werfen. Also, ich habe ja schon viel Erfahrung mit Sprachen lernen, aber wie man so einen seltsamen Sprachschatz zusammenpuzzelt ohne einfacherere, nuetzlicherere Woerter zu lernen ist mir unerklaerlich. Nichts desto trotz, nahm er meinen Pass, fragte mich nach der Aussprache der dortigen Details und schrieb sie lautgemaess auf kyrillisch auf. Dann ging es noch um meine Marschroute und womit ich mich denn dort fortbewegen wolle. Super nett und motivierend dabei. Jeder andere haette einfach die Situation ausgenutzt und sich vorgedraengelt. Der Konsul haette einfach dicht gemacht und die waechter sich ins Faeustchen gelacht. Ich waere vor Kaelte und Demotivation einfach totumgefallen. Gestorben auf Turkmenischen Boden ohne ein Visa dafuer zu haben.So ist der Kerl, dessen Namen ich noch nicht mal kenne ein Engel, der mir das Leben gerettet hat.
Der Burner am Ende war dann, dass er mir klar machte, ich solle am kommenden Freitag wieder kommen. Bei dem MultiKulti Kauderwelsch verstand ich um personelich nach Ashgabat zu telefonieren. "Wann bekomme ich dann das Visa?" Unverstaendnis allerseits vermengt mit konfuser Euphorie, dass ich evtl doch ein Visa bekomme. So wie ich es nun verstanden habe kann ich am Freitag abend mein visa abholen. Ich bleibe skeptisch da ALLE Internetquellen mindestens 10-14 tage voraussagen.

Nach der totalen Defrustation kam eine unglaubliche Euphorie auf. Ich haette so 5 ganze Tage gewonnen, die ich mit Visawarten verplant hatte.

Abends war ich dann richtig im Arsch und ich befuerchtete eine miese Erkaeltung. Aber heute gabs "nur" Husten- bin aber fit. Den ganzen Tag hatte ich nur ein Foto gemacht: von dem kyrillischen Gerkritzel, dass ich auswegsloser Weise unterschreiben musste ohne zu wissen was es war. Evtl kanns mir ja mal jemand uebersetzen.

Nach den Erfahrungen von gestern packte ich heute wieder die volle winterausruestung ein um mich zur Azeri Botschaft zu begeben. Dort war der schalter auch draussen. Doch was war ich geschockt dass dieser Schalter nur fuer die Ausweiskontrolle war, ich noch 3 Minuten draussen warten musste, dann in ein supergemuetliches-Sessel-Wartezimmer kam, nach 3 Minuten drueckte mir der englischsprechende Mitarbeiter 2 Formulare in die Hand, klaerte ratzte fatze meine Fragen und nach 5 Minuten war ich wieder draussen!Ich soll mein Visa Freitag Nachmittag abholen!

Da war ich platt! Ich hatte den gesamten Tag fuer diese Botschaft eingeplant und war nun aufgeschmissen was ich mit der Zeit anfangen sollte!Durch Zufall lief ich am Goethe Institut vorbei und somit dann auch rein. Es gab deutsche Zeitungen, jedoch von Lars Geburtstag, also 2007. Ich fragte nach deutschen Filmen und wurde an eine deutsche Praktikantin verwiesen, mit der ich den gesamten Nachmittag Kaffe trank und zusammen mit Uzbeken, die deutsch lernten herumquatschten. Mit ihr und einer uzbekischen Studentin, die gerne deutsch Quatschen moechte und mich dann so durch die Stadt fuehrt ist somit fast meine GESAMTE Zeit (bis Samstag) in Tashkent verplant!!! Da war ich und bin immer noch platt!!!

Sonntag, 3. Februar 2008

und schon in Tashkent: Salomaleikum Usbekistan

die Fahrt war mal wieder grandios!


immer wieder...

und mal wieder lustige Verkehrsgenossen unterwegs erwischt:

Die Fahrt beschreibe ich ja schon ein wenig auf dem Video - wenn ich es denn hochbekomm... Ich war mal wieder baerenmaessig fasziniert von den Bergen. Aber es dauerte dann doch 9 statt 6 Stunden. War mir egal, bis - es war schon dunkel - der Taxifahrer versucht bei meinem Hotel anzurufen und die Nummer nicht mehr vergeben ist. Gibt's nicht mehr! So, wohin jetzt? Er schlug mir ein Hotel vor fuer 30Dollar. Nyet! Dann zu einem anderen, das fuer drei Naechte nun 27Eur verlangt. Ich Depp vergass zu verhandeln, da ich dringend noch irgendwo unterkommen wollte. Denn hier in liddle Russia waren mir die dunkeln Strassen nicht so geheuer. Aber dafuer habe ich mein eigenes Bad, sogar mit heisser Dusche, und das erste mal seit Peking wieder ein Klo mit Kloschuessel! Was'n Luxus!

Auf der Karte in meinem Reisefuehrer habe ich mir von der Reception zeigen lassen, wo das Hotel ist und dann bin ich mal heute morgen losgezogen. Aber irgendwie passte die Stadt UEBERHAUPT nicht zur Karte. Ich fing sogar an Leute zu fragen (was bei meinem Stolz auf meinen Orientierungssinn Ueberwindung kostet). Doch die einen wollten nicht, die anderen konnten mir nicht helfen. Und DANN traf ich 2 Kollegen, der eine 20 der andere 26 Jahre alt, kein Enlisch sondern nur Russisch und Usbekisch. Das sie mir auch gern bereitwillig beibringen wollten statt mir einfach zu sagen wo denn die Metro ist. Aber diese beiden Kameraden zeigten mir immerhin dass ich diagonal auf der anderen Seite der Karte war, aber nicht wirklich, sondern ausserhalb davon! Da es die beiden Kollegen nicht eilig hatten sondern sich mit Euphorie auf meine Phrasenbuecher und Reisefuehrer stuerzten dauerte es auch 3h bis wir dann die Metrostation gefunden hatten. Es gibt nur 3 Linien und somit wenige Stationen, aber wenn man eine gefunden hat, hat es sich auch gelohnt!

Die Metro ist der Burner: Total leer, voll Prunk, Kronleuchter, sauber, ruhig, sehr dezente Werbung nur-naja und an jedem Bahnsteig 2-4 Polizisten und nen paar Angestellte (die z.B. fuer die Rolltreppe zustaendig sind. Das Beste kommt aber noch: eine Fahrt kostet 0,13 Euro egal wie weit man faehrt. Ich war total baff. Aber als ich routiniert ein Foto schoss sind die beiden Jungs fast in panik geraten! Fotografen sind hier nicht sehr erwuenscht, ebenso wie Journalisten habe ich gelesen. Und irgendwie kommts mir nur selbst seltsam vor, dass ich so problemlos das Visa bekommen habe. Nunja, wir sind den Tag ueber (in der gleichen Geschwindigkeit) durch die Stadt, die mir verflucht leer vorkam. Ob das nur an dem Winter liegt? Wir haben uns manches Denkmal und den Senat von aussen angesehen und sind dann in den den Fernsehturm, der immerhin zu den hoechsten der Welt zaehlt, ne Ecke hoeher als der Berliner. Die Sicht war nicht wirklich doll, aber die Jungs wollten doch so gern mal rauf und da es fuer uns 3 zusammen 1,5eur kostete wollt ich mich nicht Lumpen lassen. Oben traf wir einen Bulgaren, der fuer die Europaeische Bank fuer Wiederaufbau arbeitet und somit von fliessend Russisch auf fliessend Englisch Uebersetzen konnte. Er fragte auch total platt wie wir den bisher kommuniziert haetten... Tja, das grosse Haendespiel eben. Er warnte mich noch, dass die Jungs evtl was im Sinn haetten. Natuerlich! Aber sie sind nicht gefaehrlich sondern wollten von mir "nur", dass ich Ihnen ein Arbeitsvisum in Deutschland besorge. Klar, ich habe nen ganzen Karton davon im Rucksack...
Erst jetzt faellt mir auf, was dies hier fuer ein Poliziestaat ist. Habe ich in der Welt bisher noch nie erlebt. Dagegen ist China das Land der Freidenker und Kritiker! So werde ich, solang wie ich noch hier bleiben will mich mal zurueckhalten und keine unnoetigen Fotos reinsetzen...

Osh in Kuerze

Ich bin dann mal in Osh auf einen kleinen Puckel hochgelaufen und war geschockt ueber meine koerperliche Verfassung. Ich kam ausser Atem! Doch spaeter bemerkte ich erst, dass das Kaff trotz stundenlanger talfahrt immernoch 1100m ueber NN liegt. Fuer den Ausblick hat es sich auf jeden Fall gelohnt. In allen 4 Himmelsrichtungen liegen riesige Schneebedeckte Berge. Ein Treckingparadies im Sommer!


Und dieser Kamerad langweilte sich als Touri-Atraktion auf einem Rastplatz, auf der Strasse nach Tashkent.


"Aber meine Herren, zum Freibier geht's doch dort entlang"


Bazaar in Osh: das Fleisch in der blauen Plastiktuete mit er Muetze ist nur halb so teuer - klar, ist ja auch weniger dran!


Meine erste auf deutsch bestellte Mahlzeit seit langem: englisch haette das Maedel ja auch nicht verstanden... und Besteck gabs automatisch dazu - wahnsinn!!!

Da ich dem Internetcafebesitzer nicht allzu lang auf den nerv gehen wollte, jedoch seine Kontakte fuer Sammeltaxen ueber die Grenze brauchte und ich ohnehin schon den Eindruck hatte, dass ich nach einem Tag jede Strasse zweimal abgelaufen bin Entschied ich am 2ten Tag schon weiterzuduesen.

Freitag, 1. Februar 2008

Ueberaschung: Bin schon in OSH - Assalmu aleikum Kirgistan

Da wurde ich gegen 10Uhr aus muckeligem Schlaf geweckt: mein Bus morgen(Freitag) faellt aus und jetzt faehrt der letzte fuer die naechsten 10 Tage! Wie JETZT???
Nun, ich rannte noch im Schlafanzug schnell runter zur Rezeption, rief bei der Busstation an, ja, sie warten ne halbe Stunde auf mich. Halbe Stunde? Das reicht noch zum duschen!
Und ausgerechnet der ALLER-ALLER-ALLER chinesische Taxifahrer wollte von mir, dass ich mich anschnalle, oder zumndest den Gurt pseudomaessig rueberlege.
Kaum war ich da, gings los und ich hatte keinen einzigen kirgisischen Som und keinen Dollar gewechselt. Der Bus war vom Hygienischen her eine Katastrophe, die Leute- und ganze Dynastien vor diesen Leuten stiegen mit den Winterstiefeln ins Bett. Und hier ist der Winterdreck an den Stiefeln etwas anders. Es ist schon etwas weggetaut und der ganze ueber den Winter angesammelte Kohleschmier, der heruntergerieselt ist sammelt sich nun weitflaechig auf der Strasse. Aber ich konnte wenigstens annaehernd die Beine ausstrecken. Manchmal wars warm, aber meine Wasserflasche, die ich neben mir hatte ist eingefroren. Soviel zur Isolation der Fensterscheibe.

Letzter Raststopp vor der Grenze:


andere Verkehrsteilnehmer oder besser Verkehrsverhinderer:
Suchbild: Wo ist der LKW?


Es ging schon nach 10 Minuten richtig in die Berge rein und auch wenn der heutige Trip nur etwa 600km lang war, so dauerte es bei zwischen 20 und 50km/h dann doch 24 Stunden. Der Grenzuebergang hat dazu seinen Teil beigetragen. 10km vor der Grenze gab es den ersten Check der Namensliste des Busses, die schon in Kashgar erstellt worden war. Gott sei Dank hatte niemand eine spontane Namensaenderung, so dass wir bis zur Grenze vorfahren durften. Die Passagiere stiegen eher ohne Gepaeck aus und ich fragte unseren Bus-Boss, ob ich meinen grossen Rucksack aus dem Gepaeckwust rauszerren muesste. Nee, etwas kleines reicht. Etwas kleines war mein Laptop Rucksack. Und der Chinese am Roentgenstand hatte seine Freude damit. "Please open!" und dann legte er schon selbst los und machte das Ding an- kam mit dem deutschen Rechner jedoch nicht zurecht, oeffnete ein paar Ordner auf dem Desktop und war rukki-zukki bei den Bildern als ich mit Jens auf der grossen Mauer herumgeturnt bin... das schien er aber nicht zu suchen und klickte weiter bis er ans Telefon gehen musste. Interessant fanden sie mein Visa zu 180 Tagen- sowas scheinen sie selten zu sehen.

Auf der Kirgisischen Seite war es alles heruntergekommener, unorganisierter und kaelter. Nix mit Heizung. Nach der Passkontrolle stand dann noch ein Soldat im Weg mit den Worten "Hell's good". Ich hoffte mich verhoert zu haben und fragte nach. Na, er sei der Gesundheitsbeauftragte und muesse sich nach meiner Gesundheit erkundigen "Health good?" Aaaa! Ja, Danke der Nachfrage- habe nur gerade kalte Fuesse.

Interessant war auch, dass die Personenkontrolle sehr exakt war, Tausend verschiedenen Leute wollten die Paesse sehen. Aber das Gepaeck ging unkontrolliert durch.

Und dann standen wir noch 2 Stunden in der Nacht herum legten Schneeketten an, kamen dann aber nicht an den LKWs vorbei die beim Schneekette anlegen die Strasse komplett versperrten. Bei unserer Aktion war das Display meiner Kamera die einzige vorhandene Taschenlampe,- dementsprechend kalt waren meine Finger.

Und nun wollte ich ins Backpackerzentrum - doch da ich im Winter nun der 3te Tourist bin, hat der Besitzer es im Winter geschlossen. Immerhin hat er mich in seinem Internetcafe untergebracht. Dort kann ich mich zwar tagsuer nicht aufhalten (und an seinen Rechner funktionieren keine fuer mich nuetzliche Seite) aber ab 9 stellt er mir ein Bett zwischen die Computer und ne heisse Dusche gibt es auch.

Ich bin gespannt...

Nachtrag Kashgar: Дssalamu дlдykum


Ja, die Anregung war evtl nicht schlecht. Hier ist mal ne improvisierte Karte. Derzeitig hдnge ich noch in Kashgar, Freitag gehtґs los ьber die erste Landesgrenze. Und das ist mal ne echte Grenze - nicht so ein Freundschaftsgepupse wie in Heitata-Europa.

Nach zwei oder drei Tagen in Kirgistan geht es dann rьber nach Usbekistan. Die Grenze ist 30km von Osh entfernt.

In Tashkent wird dann irgendwie die Entscheidung fallen, wie ich weiter nach Hause komme. Je nach dem welche Botschaft sich wie anstellt werden sich so die Weichen von selbst stellen. Ich habe ganze 5 Botschaften auf meinem imaginдren Plan, von denen ich mindestens 2 Visa erhaschen muss, um weiter ьberland reisen zu kцnnen...


Ich konnte den ganzen Tag mit einem Eis herumlaufen, ohne dass es schmolz

Dienstag, 29. Januar 2008

kurz mal bescheid sagen...

dass ich noch lebe. Mir geht's prächtig, besonders da ich heute morgen mein Busticket nach Kirgistan gekauft habe. hat noch nicht mal 5 Minuten gedauert. Nur kann ich nun beim besten Willen auf dem Ticket nichts nachvollziehen: Halb Chinesisch, halb Russisch. Aber Freitag geht's los und dann komme ich Samstag an. Geld wechseln hätte ich auch schon gleich - irgendwie ist das alles einfacher als gedacht.

Mit meinem italienischen Kumpel war ich am überlegen ob wir noch für zwei Tage eine Bustour an der Tadjikischen Grenze entlang zur Pakistanischen machen. Dort würden wir dann links und rechts von der Straße schon Berge bis über 7500 Meter sehen. Aber es würde andererseits bedeuten dass wir morgen und übermorgen je 10 Stunden im Bus sitzen und dann sitze ich ja wieder 22h und Luigi 30 nach Wulumqi... andererseits - wann sieht man schon mal 7000er???

Und das Flair der Russischen Grenzstadt ist dem einer größeren arabischen Oasenstadt gewichen. Nun habe ich die Fotos nachgeliefert. Muss aber dazusagen, dass ich dass die faschistischen Sachen und die riesige Maostatue weggelassen habe. Hier gibts jetzt also nur spannende Sachen zu sehen, obwohl die Stadt auch ein anderes Gesicht hat.

Das Essen ist fantastisch, es gibt Nudeln die den Spaghettis schon sehr ähnlich sind - und das sagt selbst der Experte mit dem ich unterwegs bin!

Also, bei mir ist alles Roger!
Wachturm zur Idh Kah Moschee, die größte Moschee in China - sollen jeden Freitag knapp 10.000 Leute anlocken.
Durstlöscher:


Brot backen wie in einem anderen Jahrhudert, diese und ähnliche Varianten stehen überall herum:
Ich wusste immer DU schaffst es!!!
Der Gewürzmarkt von Kashgar:
Leben auf der Straße. Das quirlige Leben zwischen Eis und Schnee.


Nicht für Touristen gespielt:
Westchinesischen Billiardmeisterschaften. Bei Minus 10°C!
Der Tiermarkt von Upal: Kühe, Schafe, Ziegen, Esel, Pferde und ...



...und heute auch mal wieder ein junges Kamel.
Was dann der frisch erworbenen Ware blüht:


Da hat es mal Möh gemacht.
Und später sah ich diesen Kollegen in der Suppe wieder:
Eher Kuscheltier als Mittagessen:

Sonntag, 27. Januar 2008

Etappe 2 - es läuft immernoch glatt


Anfangs hatte ich mich geärgert, dass der Bus ne Stunde zu spät losfuhr, denn so habe ich nun auch das Ende vom berühmten Sonntagsmarkt in Kashgar verpasst. Aber als ich dann das ganze Schneechaos unterwegs sah, fragte ich mich, ob wir überhaupt innerhalb von 48h ankommen (23 h waren geplant). Die "Betten" waren nicht gerade bequem, man konnte nicht flach liegen, da ein jeder die Füße unter dem Rücken des Vordermanns hatte; für Menschen über 1,50m war es ohnehin zu klein und da es keine Gepäckfächer für Handgepäck gab hatte ich dieses auch noch eng an mir. Konnte so wenigstens nicht geklaut werden, wobei ich dabei aber im Bus auch keine wirklichen Bedenken hatte mit den Menschen. Ein wilder Haufen: 1 Usbeke, 4 Chinesen, 1 verirrter Deutscher und der Rest Uighuren. Ich habe insgesamt mit 10 von Ihnen mehr oder weniger gequatscht und alle waren sehr freundlich und hilfsbereit.

und nun kurz bevor wir ankamen hat mich noch einer angequatscht, ob ich ihm nicht helfen könnte. Er hätte noch DMark!
- okay, wenns nicht zuviel ist kann ich se mitnehmen.
- 500 DM
- Oh!
- 500 Millionen DM
- Bitte Was? - Sofort dachte ich wieder an die frisch gedruckten Geldbündel vor den Banken (von denen andere Traveller allerdings meinten die seien echt) Es hat eine Weile gedauert bis ich verstand was Sache war: Die Scheine sind aus dem Jahr 1922 zu jeweils 10.000 Reichsmark. Also ein gewaltiger Haufen Papier. Und er hätte noch 24 Dokumente dafür, was auch immer er damit meint. Er wollte gern, dass ich mit komme und so schlürte er mich in einen Copy Shop. Das Lachen konnte ich mir nur schwer verkneifen, erst recht als er mir den Geldschein am Bildschirm zeigte. Der Haufen selbst sei in Urumqi - ist dort die Druckerei? Warum druckt er nicht was aktuelleres? Nein, ich denk schon, dass es sich dann um original Altpapier handelt. Ich checkte Ebay und fand seine Scheine für 4 Stück zu 1€. Immerhin. Doch das wollt er gar nicht, fing wieder von "Bank" und "deutscher Firma "Morgen"" an zu reden. Bei einem weiteren Versuch zu erklären, dass die Noten entwertet sind rief er schließlich einen Kumpel an, der etwas Englisch konnte und unser Sprachgewirr aufklärte: Jemand von Morgan Stanley Deutschland war noch bis vor 2 Tagen in Urumqi und wollte den Haufen kaufen. Doch mein Kumpel hat weder Telefonnummer noch Email von ihm. Nun, und ich soll den Kontakt herstellen - abgesehen davon, dass der Käufer nun in Peking ist und die Morgan Homepage nur eine Servicenummer für Deutschland auf der Page parat hat: die warten mit Sicherheit schon auf meinen Anruf morgen, wenn ich ihnen diese Geschichte zu verklickern versuche...


Ja, auch dies war wieder innen im Bus, ärgerlich als das alles in der Mittagssonne des drauffolgenden Tages schmolz und die Suppe drohte auf meine Klamotten zu laufen.

Motorradtaxi gefällig?

Pipi Pause: GOTT, war ich happy, dass das da unten alles tiefgefroren war...

Samstag, 26. Januar 2008

Nachtrag

So hätte ich es mir auch nicht vorgestellt: Ich dachte mir schon wenn ich erst mal unterwegs bin treffe ich den einen oder anderen der mir mal nen Tipp geben kann. Aber als ich nun die "Zivilisation" mit ihren guten Tipps und Warnungen hinter mir gelassen hatte bin ich nun der kleinste aller Traveller. Wir waren den ganzen gestrigen Abend mit dem Austauschen von Reiseerfahrungen beschäftigt und neue Inspirationen einfangen. Dabei merkte ich, dass ich der einzige bin der es so eilig hat, alle anderen nehmen noch viel mehr Städte links und rechts mit und die meisten haben eigentlich gar keinen wirklichen Plan wohin sie wollen. Meine Route soll sehr einfach und problemlos sein. Selbst wegen Schnee ist der Weg eher selten gesperrt.
Nun, um 12:00 Nachts Peking Zeit kamen ein Engländer, ein Israeli und ein Schwede in die Lobby und fragten wer mit in die (einzige) westliche Kneipe mit will. Da sprang ich natürlich mit ins Taxi um mal wenigsten einen 1 Stündigen Einblick zu bekommen.

Daraus wurden dann 2 Stunden Kneipe, 2 Stunden Technodisse und 1Stunde "Mitter"nachtsmahl mit insgesamt 12 Internationalen!!! 12 Mäuler wurden gestopft und 6,6 Liter Bier wurden vertilgt für insgesamt 15€. Dabei waren noch ein Mongole, eine Japanerin, ein Einheimischer Uyghur und ein ganzer Haufen Amis. Keiner verließ die Runde vorzeitig!!! und wir hatten echt Spaß.


Es war auch hier wieder wahnsinnig interessant zu hören was die hier alle treiben. Einige Reisende natürlich, manche die Artikel für Zeitungen, Zeitschriften schreiben oder Forschungen hier im Auftrag aus dem Westen durchführen, Englischlehrer und ÜBERSETZER (Englisch-Uyghur). Schon Wahnsinn diese Leute dann flüssig im Restaurant auf einer Sprache die dem Türkischen so ähnlich ist quatschen zu hören. Besonders wenn diese Leute dann zwischendurch zu ziemlich flüssigen Chinesisch wechseln und einer sogar noch flüssig Deutsch mit mir redet. Einer erzählte mir dann noch, dass er eines Tages deutsch lernen will, da irgendein Deutscher vor vielen Jahren mal alle Uyghur Dokumente und Wandtafeln und sonst was nach Berlin verschleppt hat und nun Deutschland das Land Nummer eins ist, das Stipendien für Uyghur lernen verteilt... Übrigens war beim Verschleppen des kulturellen Erbes kein Vorwurf sonder eher Dankbarkeit dabei. Denn nichts davon hätte die Kulturrevolution überlegt...


Nochmal nebenbei. Meine Jugenherbegsübernachtung hat hier 3€ gekostet und sieht dafür dochmal echt nicht schlecht aus, oder? Da habe ich es mir auch mal gegönnt später auszuchecken und nen halben Tag "Strafe" zu zahlen.

Freitag, 25. Januar 2008

1. Etappe: Es läuft glatt

Ich wollte mit leichtem Gepäck verreisen. Deswegen hatte ich extra 30kg mit der Post verschickt und 3 Tüten in Peking deponiert... Warum habe ich immer noch 30kg übrig???

Mal wieder eine Abfahrt vom Westbahnhof:
Irgendwo, 20 Stunden von Peking und 20 Stunden von Ulumqi entfernt:Und ich war froh, dass ich im warmen Zug saß...

si habe ich es mir mal auf der Fahrt gut gehen lassen...
...und habe mir eine Flasche Wasser gegönnt, die nach 2 Stunden noch immer eingefroren war. und das, obwohl es so warm war, dass ich in Boxershort schlafen konnte.

Ja, es ist meine Hand! Und ja, es ist DRINNEN IM Zug!
Kurz vor Ankunft. Nichts mehr mit Überbevölkerung

Sonnenaufgang um 10 Uhr morgens. Und um 19:00 geht sie wieder unter. Dafür hat ganz China eine einheitliche Zeitzone. Manche hier haben aber etwas dagegen und wollen lieber, dass die Sonne um 8Uhr aufgeht. Und so gibt es eine verwirrende inoffizielle Xinjiang Zeit die hinterherhänkt und alle Touris verwirrt. Nach welcher Zeit fährt denn nun mein Bus ab???

Selbst der Taxifahrer meinte bevor er weiterfährt solle ich doch erst mal schauen, ob das Hostel überhaupt auf ist:

Achterbahn: die Kunden müssen danach aus dem Wagon getreten werden...


Ja, ich bin noch in China...
westlichen Einfluss gibt es auch ein bisschen

Stadtimpressionen. Nach wie vor sind Verkehrsschilder bilingual, ich verstehe trotzdem nix:
Früh übt sich. Warm bleiben ist hier eine Kunst.

Tourifang
: habe ich mal nicht mitgemacht. Kamel auf Kamel muss auch doof aussehen

Ich war schwer verwundert, dass sich soviel Leben bei diesen Temperaturen draußen abspielt

Trilingual


Es gibt Chinesen mit blauen Augen oder gar grünen:Uyguren! Sie sind zu mir auch sehr freundlich und so habe ich schwer den Eindruck, dass die beiden Ethnischen Gruppen um die Sympathie der westlichen Touris boulen. Beide können sich gegenseitig nicht wirklich ausstehen, was historische und Ressourcen Gründe hat. In dieser Provinz liegen Chinas meißten Rohstoffe.

Und da habe ich mal in einen schwarzen Tee mit Milch bestellt. Prompt geliefert.
Olympia wird auch hier groß angepriesen, auch wenn sich die wenigsten Olympiatouris hierher auf den Volks-Stadt-Platz verlaufen werden. Bisher habe ich fast nur Leute getroffen, die länger in China sind, als ich selbst: 2 Australier (2 Monate), Italiener (8 Monate), Belgierin + Holländer (beide 6 Monate), und naja, ein Chinese, der mir auch beim Busfahrkartenkauf geholfen hat. Morgen um 16:irgendwas werde ich mich auf die nächste 23 Stündige Etappe begeben, nach Kashgar. Von dort scheint es gute Chancen zu geben dass ich über den Irkeshtam Pass nach Kirgistan reinkomme. Evtl verbringe ich eine Nacht in Salay Tash oder ich fahre direkt weiter nach Osh. Ein paar Kilometer weiter westlich ist bereits die Uzbekische Grenze wo ich dann noch eine halbe Tagestour nach Tashkent brauche. Soweit meine Planung. Dann sehen ich weiter was passiert. Ob ich mir weitere Visa besorge oder nach hause jette.
Wer kann denn schon behaupten bei -15° Cabrio gefahren zu sein?Ich möchte nieeeeeeeeeeeeeeeeee groß werden!!!


Letzte Punkte:
-Rotze gefriert sobald sie den Boden erreicht.

- Eistee wird seinem Namen gerecht, wenn man mit der Flasche Nestea ne halbe Stunde herumläuft.

-Ich wollt mich schonmal informieren, wie schwer es ist an Dollar ranzukommen, im Hinblick auf Zentralasien, wo ich die Yuan wohl nicht mehr benutzen kann. Vor zwei großen Banken fingen mich Schaaren ab, mit immerhin englischen Brocken "want to change Dollar?" und hatten dabei riesige Bündel brandneuer Dollarscheine in der Hand. Wenn da jemand 10.000USD in Ulumqi hat - warum läuft er damit nicht so schnell er kann nach Hainan, oder sonstwohin. Und warum gibt es ausgerechnet hier am Ende der Welt die neuesten Noten in den dreckisten Händen??? Das roch mir doch sehr seltsam, aber auch in der Bank wäre es wohl kein Thema gewesen zu wechseln. So warte ich mit dem Wechsel bis ich ein Busticket oder ähnliches über die Grenze habe.