Nach der viel zu langen Phase der
Isolation von der
Außenwelt gab es nun in den Tagen vor Weihnachten endlich mal wieder etwas zu für
Entdeckungstouren. Nachdem die bekannten
Sightseeing-Mekkas schon abgegrast waren verbleiben nun noch unzählige weniger bekannte Ecken, die eben da man noch nicht so viel von ihnen gehört hat doch spannend sind:

Da haben wir in erster Linie den Lama Tempel. Wie schon im Oktober mal kurz erwähnt gibt es ja (mindestens) zwei Lama: den
Dalai und den
Pancha. Den Unterschied kann man ungefähr so verstehen wie katholisch und evangelisch. Während der
Dalai in China unerwünscht ist lebt der weniger einflussreiche
Pancha in
Chengde. Nun, interessanter Weise stand in meinem Reiseführer dass dieser berühmte und große Lama Tempel hier in Peking zum
Dalai Lama gehört. Höhepunkt des Tempels , im
waasten Sinne des Wortes ist ein 17m Hoher
Buddah, der aus einem Baumstamm geschnitzt wurde. Nun, da ein
Buddah selten schlank ist wie eine Birke musste ein Stamm mit 8 m Umfang extra aus Tibet hergeschleppt werden. Das dauerte am Anfang/Mitte 18.
Jhdt. etwa 3 Jahre. Als Heiligtum darf man den
Buddah selbstredend nicht fotografieren - wer ihn sehen will soll sich noch schnell mal hierher bewegen.

Als wir uns in einem
Café, das so hieß wie
Yanicks soeur, aufwärmen wollten und einen kleinen Hunger mit "Pommes
Frittes" stillen wollten, wurden uns die oben gezeigten holen Geräte vorgesetzt. Mit dem in der in der Wartezeit aufgebaute Heißhunger auf die in China seltenen
Kartoffelstäbchen wurden wir jäh alleingelassen ;-D

Kalt ist es irgendwie doch schon. Die Kanäle sind eingefroren.

Endlich habe ich mal einen ausgedehnten Spaziergang durch die
HuTongs gemacht.
HuTongs sind die traditionellen Viertel, in denen die Häuser selten
mehrere Stockwerke haben und keine wirklich geregelte Kanalisation. Dafür finden die Touristen viele zentralisierte Toiletten. Irgendwo sehr gemütlich, rustikal.

Laut Reiseführer soll hier in diesem Haus Mao mal gewohnt haben, doch statt
Gedenktafeln oder gleich einem
Touristenshop fand ich lediglich meinen Stammsupermarkt aus Madrid. Tatsächlich sieht die gesamte Inneneinrichtung genauso aus, jedoch habe ich NICHT EIN spanisches Produkt drin gefunden... das
wäre ja auch zu schön gewesen.

In den Glockenturm wollte man uns nicht reinlassen, evtl Renovierungsarbeiten, auch wenn so manch ein anderer chinesischer
Touri drin herumlief. Nächstes Jahr wieder geöffnet!
Naja, diese Woche werden wir auch noch
verkraften.

Sodann sind wir auf den Trommelturm gestiegen. Von meinem letzten Trip kannte ich es noch so dass man für ein paar
Kuai selbst antreten durfte - doch diesmal war niemand oben der unser Geld wollte...

Bei der
Weihnachtsfeier von der Uni aus, mit dem Prof der unseren Austausch organisiert, gab es mal wieder Feuertopf. Wie eine Blutkonserve sah das gefährliche Konzentrat aus, dass in den
Fonduetopf gekippt wurde. Ein geselliger Abend bei dem auch meine
Sprachpartnerin dabei war. Da solch ein chinesisches Essen um 18:00 anfängt ist es auch um 9 schon wieder vorbei. Die Chinesen gehen nach Hause, die Deutschen in
ne Kneipe. Und danach dachten wir uns zur Feier der Weihnachtszeit gönnen wir uns mal
ne Massage. Beine, Bauch Rücken, 50 Minuten für etwa 6,50€. Inklusive
Früchtebuffet und Tee.

An einem anderen Abend gab es die Stadionbesichtigung. Wir sichteten es von 3 Seiten im Abstand von etwa 200 bis 500 m. Näher kamen wir legaler Weise nicht heran. Auch wenn der Zaun
mehrere Lücken hatte, hatte keiner große Lust sich mit den Wachleuten olympisch zu messen. Wettlaufen oder Schmiergeld feilschen ;-)
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