Sonntag, 23. Dezember 2007

Sightseeing 2.0

Nach der viel zu langen Phase der Isolation von der Außenwelt gab es nun in den Tagen vor Weihnachten endlich mal wieder etwas zu für Entdeckungstouren. Nachdem die bekannten Sightseeing-Mekkas schon abgegrast waren verbleiben nun noch unzählige weniger bekannte Ecken, die eben da man noch nicht so viel von ihnen gehört hat doch spannend sind:



Da haben wir in erster Linie den Lama Tempel. Wie schon im Oktober mal kurz erwähnt gibt es ja (mindestens) zwei Lama: den Dalai und den Pancha. Den Unterschied kann man ungefähr so verstehen wie katholisch und evangelisch. Während der Dalai in China unerwünscht ist lebt der weniger einflussreiche Pancha in Chengde. Nun, interessanter Weise stand in meinem Reiseführer dass dieser berühmte und große Lama Tempel hier in Peking zum Dalai Lama gehört. Höhepunkt des Tempels , im waasten Sinne des Wortes ist ein 17m Hoher Buddah, der aus einem Baumstamm geschnitzt wurde. Nun, da ein Buddah selten schlank ist wie eine Birke musste ein Stamm mit 8 m Umfang extra aus Tibet hergeschleppt werden. Das dauerte am Anfang/Mitte 18. Jhdt. etwa 3 Jahre. Als Heiligtum darf man den Buddah selbstredend nicht fotografieren - wer ihn sehen will soll sich noch schnell mal hierher bewegen.


Als wir uns in einem Café, das so hieß wie Yanicks soeur, aufwärmen wollten und einen kleinen Hunger mit "Pommes Frittes" stillen wollten, wurden uns die oben gezeigten holen Geräte vorgesetzt. Mit dem in der in der Wartezeit aufgebaute Heißhunger auf die in China seltenen Kartoffelstäbchen wurden wir jäh alleingelassen ;-D


Kalt ist es irgendwie doch schon. Die Kanäle sind eingefroren.




Endlich habe ich mal einen ausgedehnten Spaziergang durch die HuTongs gemacht. HuTongs sind die traditionellen Viertel, in denen die Häuser selten mehrere Stockwerke haben und keine wirklich geregelte Kanalisation. Dafür finden die Touristen viele zentralisierte Toiletten. Irgendwo sehr gemütlich, rustikal.
Laut Reiseführer soll hier in diesem Haus Mao mal gewohnt haben, doch statt Gedenktafeln oder gleich einem Touristenshop fand ich lediglich meinen Stammsupermarkt aus Madrid. Tatsächlich sieht die gesamte Inneneinrichtung genauso aus, jedoch habe ich NICHT EIN spanisches Produkt drin gefunden... das wäre ja auch zu schön gewesen.


In den Glockenturm wollte man uns nicht reinlassen, evtl Renovierungsarbeiten, auch wenn so manch ein anderer chinesischer Touri drin herumlief. Nächstes Jahr wieder geöffnet! Naja, diese Woche werden wir auch noch verkraften.

Sodann sind wir auf den Trommelturm gestiegen. Von meinem letzten Trip kannte ich es noch so dass man für ein paar Kuai selbst antreten durfte - doch diesmal war niemand oben der unser Geld wollte...
Bei der Weihnachtsfeier von der Uni aus, mit dem Prof der unseren Austausch organisiert, gab es mal wieder Feuertopf. Wie eine Blutkonserve sah das gefährliche Konzentrat aus, dass in den Fonduetopf gekippt wurde. Ein geselliger Abend bei dem auch meine Sprachpartnerin dabei war. Da solch ein chinesisches Essen um 18:00 anfängt ist es auch um 9 schon wieder vorbei. Die Chinesen gehen nach Hause, die Deutschen in ne Kneipe. Und danach dachten wir uns zur Feier der Weihnachtszeit gönnen wir uns mal ne Massage. Beine, Bauch Rücken, 50 Minuten für etwa 6,50€. Inklusive Früchtebuffet und Tee.


An einem anderen Abend gab es die Stadionbesichtigung. Wir sichteten es von 3 Seiten im Abstand von etwa 200 bis 500 m. Näher kamen wir legaler Weise nicht heran. Auch wenn der Zaun mehrere Lücken hatte, hatte keiner große Lust sich mit den Wachleuten olympisch zu messen. Wettlaufen oder Schmiergeld feilschen ;-)

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