Wir schmieden hier schon wieder die neuesten Pläne, um diesen Blog etwas außergewöhnliches bieten zu können, am Sonntag gibts wieder neue dolle Bilder, mit viel Fluss, viel grün und T-Shirt Wetter! Harr, harr, harr! Ansonsten muss ich aber auch sagen, dass es hier in Peking ohne Vorwarnung, ohne Herbst, plötzlich Arschkalt wurde. Wir haben hier nun ca zwischen 5° und 10° aber grundsätzlich sehr trocken. Jens hatte hier mehr Sonnentage erwischt, als unsere Vorgänger in den 4 Monaten zusammenaddiert. Da hat er natürlich Glück gehabt, zumeist ist es schon eher diesig. Heute hat die Sonne auch nicht wirklich gearbeitet. Zum Vergleich hab ich mal 2 Bilder vorbereitet:
zur gleichen Uhrzeit innerhalb von einer Woche Zeitunterschied aufgenommen...
Und heut morgen hab ich noch etwas
interessantes vor die Linse bekommen. Schon häufiger habe ich Angestellte einer Firma oder von nem kleineren Lädchen gemeinsam antreten sehen. Immer wieder lustig zu sehen. Diese hier haben eine Art firmeninterne Mini-Disco auf dem Bürgersteig veranstaltet. Auf der anderen Straßenseite haben die Bauarbeiter mit der Arbeit aufgehört, um genauso wie ich, zu gaffen. Einerseits wird gezielt das Gemeinschaftsgefühl gepflegt (wenn die Alten im Park Yoga oder Tanzkurse machen sieht das genauso aus). Kleiner Einschub zum Thema Disco: Discos sind ohnehin nicht so beliebt - die meisten sind voll Ausländer und Chinesen die Ausländer kennenlernen wollen. Wenn Chinesen aber unter sich tanzen, dann meist in einem großen Kreis, und für kurze Zeit wird manchmal einer in die Mitte geschubst. Selten sieht man einen Chinesen alleine vor sich hin zappeln wie es bei uns schon häufiger mal vorkommt. Deutlich Beliebter ist Karaoke. Na, das ist wohl keine Überraschung Auf der anderen Seite sind gewisse Dinge, wie Schlange stehen, (Mensa, Metro, Bus oder Verkehr) von einem derartig gewöhnungsbedürftigen, dreisten, individuellen Egoismus geprägt, dass man sich wundert warum so was in unserer Kultur gesitteter abläuft, wo wir doch die eigentlich individuellere Kultur sind. Diese Phänomene, Schlangestehen und Verkehr, scheinen komplett paradox zu unser grundsätzlichen Einstellung zu sein.
Dazu fällt mir noch ein anderes Thema ein- häufig werden wir Ausländer deutlich freundlicher behandelt als der Chinese, der vor uns in der Schlange stand. Man nimmt sich Zeit und Geduld um uns zu verstehen und die Antworten häufig zu wiederholen (was nicht bedeutet, dass die Antwort beim zweiten oder dritten mal langsamer gesprochen wird. Häufig wird einfach lauter gesprochen/gebrüllt, als hätte ich es nicht verstanden da ich schwerhörig bin...) Seltener hingegen wird uns auch gar nicht geantwortet oder in einem fiesen Akzent, den noch nichtmal einheimische verstehen und wir werden ratlos stehen gelassen. Die Hilfsbereitschaft ist sehr durchmischt, aber grundsätzlich uns gegenüber sehr, sehr hoch.
Nun noch etwas ganz anderes: für Geographiefans und Google Earth Fanatiker habe ich hier mal ein Leckerbissen bereitgestellt:
Die Koordinaten meiner Bude:
39°57'44,28" N
116°17'43.20" O
und von meinem Uni Gebäude:
39°57'40,00" N
116°18'17.04" O
Von oben sieht das zwar nah aus, da man nur zwei Kurven zu laufen hat, aber es dauert dennoch knapp 20 Minuten.
so, das wars erstmal für heute - bis Sonntag dann wieder...
1 Kommentar:
Also die beiden Vergleichsbilder finde ich sehr cool. Das müsstest du mal über ne längere Zeit machen und dann als Zeitraffer-Film abspulen. Das ist luschtig!
Greetz aus dem bestimmt genau so kalten nur etwas nasseren Deutschland!
Jens
Kommentar veröffentlichen